Konfirmandentreffen in Wittenberg

Ganz nah dran - Thema 2014

Ganz nah dran - Thema 2014

Das Motto „Ganz nah dran“ hat einen guten Klang. Es fühlt sich nach Leben an, es schmeckt nach Action. Aber was bedeutet es? Woran sind wir ganz nah dran?

Drei innere Youtube- Clips entstehen in meinem Kopf bei diesem Motto „Ganz nah dran“. Sie alle haben mit einem Urlaub zu tun, wie ich in mir erträume.

In diesem Traum stehe ich an einem schneeweißen Strand. Palmen wachsen aus dem Boden. Die Sonne ist warm, die Luft ist klar, das Meer ist blau, die Berge hinter dem Strand sind saftig grün. Ich gehe ins warme Wasser, ich habe ein Surfboard dabei. Die perfekte Welle rollt auf mich zu, ich passe den richtigen Moment ab und reite die Welle. Die Kraft des Wassers trägt mich, ich werde immer schneller, ein Tunnel aus Wasser wölbt sich um mich bis die Welle schließlich bricht und mich an den Strand spült. Glücklich und nass komme ich aus dem Wasser. Gleich gehe ich in mein Haus am Strand und feiere diesen Tag mit meinen Freunden. „Das ist die perfekte Welle. Das ist der perfekte Tag.“ - so singt die Band „Juli“. - In diesem Clip bin ich ganz nah dran am perfekten Leben.

Ein zweiter Traum fließt mir durch den Kopf:

Wieder stehe ich am Meer, wieder ist es warm, aber der Himmel ist bewölkt. Es weht ein harter Wind. Die Wellen sind groß und haben weiße Kronen. Ich blicke zum Horizont. Das Meer ist leer. Keiner traut sich bei solchem Wetter hinaus. Und doch sehe ich auf einmal etwas: Ein dunkler Punkt tanzt auf den Wellen am Horizont. Der Punkt kommt näher und wird zu einem kleinen Boot. Es tanzt auf den Wellen wie ein Korken. Viele Menschen sind darin – zu viele. Das Boot wird immer größer, fast sind sie bei mir. Nun sehe ich wie eine große Welle das Boot packt und umwirft. Ich sehe wie die Menschen zu mir zum Strand schwimmen. Ich schaue in erschöpfte Augen. - In diesem Clip bin ich ganz nah dran an den Menschen, die auf der Suche nach ihrem Glück aus Afrika nach Europa kommen und dabei ihr Leben in Gefahr bringen.

Ein dritter Clip schließlich erscheint vor meinem inneren Auge:

Erneut ist es ein Strand. Das Wetter ist mild, der Wind lau. Ich sehe eine Gruppe fröhliche Menschen zum Strand gehen. Einer hat ein langes weißes Gewand an. Sie gehen ins Wasser – neugierig komme ich näher. Sie stehen hüfttief im Wasser. Sie bilden einen Kreis. Einer aus der Gruppe geht zu dem Menschen im weißen Gewand. Er taucht ihn ins Wasser – einmal, nochmal und ein drittes Mal. Die Menschen jubeln und applaudieren. Ich schaue dem Eingetauchten ins Gesicht. Seine Augen leuchten vor Glück – ich habe gerade eine Erwachsenentaufe gesehen. In diesem Clip sehe ich Menschen, die ganz nah dran sind an Gott und darin ihr Glück finden.

„Ganz nah dran“ - das ist das Motto des diesjährigen Lutherspaß´.  Wir werden keinen Urlaub am Strand machen, aber ganz nah dran sein am Leben, ganz nah dran an den Menschen und ganz nah dran an Gott.

Ihr seid herzlich eingeladen dabei zu sein - „Ganz nah dran!“

„Gott nahe zu sein ist mein Glück" (Psalm 73,28) - Auch in diesem Jahr steht die Jahreslosung im Zentrum von Seminaren, Gottesdienst und Abendandacht unseres Konfirmandentreffens. "Ganz nah dran" haben wir als Motto dafür gewählt. Steffen Weusten, als Dozent am PTI Drübeck für die Konfirmandenarbeit zuständig, formulierte diesen Einstieg ins Thema.

Neuen Kommentar schreiben

Plain text

  • Keine HTML-Tags erlaubt.
  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • HTML - Zeilenumbrüche und Absätze werden automatisch erzeugt.